Bšnderdehnung

Die Bänderdehnung – eine typische Sportverletzung


 

Die Funktion der Bänder ist das Zusammenhalten und die Sicherung der Gelenkstabilität. Sie sorgen dafür, dass die Bewegungsfreiheit der Gelenke eingeschränkt bleibt und sie sich nicht aus der Halterung lösen. Besonders beim Sport, bei dem die Gelenke häufig überanstrengt werden, ist die Funktion der Bänder enorm wichtig, da sonst die Gelenke ihre Funktion nicht mehr erfüllen können. Es kommt vor, dass durch eine gewaltsame Bewegung eines Gelenkes die Bänder so stark gedehnt werden, dass sie Schmerzen verursachen. Manchmal ist die Bänderdehnung sogar so stark, dass das Band angerissen oder ganz abgerissen wird. Selbst für einen Arzt ist es schwierig, diesen Unterschied festzustellen.

 

 

Bänderdehnungen bei sportlichen Aktivitäten


Sportliche Aktivitäten sind die häufigste Ursache für Bänderzerrungen, welche vor allem an Knie, Knöchel, Handgelenk, Ellbogen und Schulter vorkommen. Bei Ballsportarten wie Volleyball oder Basketball sind auch oft die Bänder der Fingergelenke betroffen. Tennis, Fußball und Laufsport führen häufig zum Umknicken des Fußes, wobei die Bänder des Sprunggelenkes zu sehr gedehnt werden. Eine Bänderdehnung des Kreuzbandes oder des Innenbandes beim Knie geschieht, wenn eine sehr starke Drehbewegung ausgeführt wird. Skisportler oder Fußballspieler sind besonders oft von dieser Art der Bänderzerrung betroffen. Beim Skifahren kann eine Bänderdehnung des Seitenbandes des Daumengrundgelenkes vorkommen, wenn man bei einem Sturz unglücklich mit dem Daumen voraus auf die Piste fällt oder in der Schlaufe des Skistockes hängen bleibt.

 

 

Was tun bei einer vermeintlichen Bänderdehnung?


Viele leichtere Bänderdehnungen bleiben ohne Folgen und können ohne Operation behandelt werden. Da es aber auch für den Arzt schwierig ist, die Schwere der Bänderzerrung festzustellen, ist es in gewissen Fällen notwendig, ein Röntgenbild zu machen oder eine Kernspintomografie durchzuführen. Dies kann Aufschluss darüber geben, ob das Band nur gedehnt, angerissen oder durchgerissen ist. Auf jeden Fall ist es wichtig, dass bei starken Schmerzen und raschem Anschwellen sofort ein Arzt aufgesucht wird, der die entsprechende Behandlung einleiten kann. Wer zu lange damit wartet, muss unter Umständen langwierige Verletzungsfolgen hinnehmen, die hätten vermieden werden können.


Effektive Prävention ist wichtig


Zu Bänderzerrungen kommt es oft, wenn der Sportler sich nicht korrekt auf seinen Einsatz vorbereitet hat. Diese Gefahr ist bei Gelegenheitssportlern noch größer, da diese zu wenig in puncto Verletzungsprävention geschult wurden. Die Gelenke und Bänder müssen auf jede noch so kleine sportliche Aktivität durch Vordehnen sowie Anwärmen vorbereitet werden. Damit bleiben sie elastisch, flexibel und werden auch bei einem Fehltritt nicht sofort überdehnt. Durch regelmäßiges Training werden die Bänder gestärkt, sodass sie weniger schnell ermüden und somit die Gefahr des falschen Trittes oder der falschen Bewegung minimiert wird.

 

Prävention von Bänderverletzungen mit Tapeverbänden


Besonders die Vorbereitung der Fußgelenke auf sportliche Aktivitäten ist essenziell. Die Füße tragen das Körpergewicht und sind somit besonders belastet, was sie auch einer größeren Verletzungsgefahr aussetzt. Sprunggelenke können zusätzlich zum richtigen Training mit Tapeverbänden geschützt werden. Diese müssen allerdings korrekt angelegt werden, damit sie ihre Funktion erfüllen können. Sie können jedoch nicht über den ganzen Zeitraum eng anliegend bleiben, da sie durch die Bewegung ihre Stabilität verlieren und durch die Schweißabsonderung auf der Haut schwimmen. Trotzdem wirken sie Bänderdistorsionen durch die positive Beeinflussung des Stellungssinns weiterhin präventiv entgegen.