Bnderdehnung

Die Pause nach einer Bänderdehnung ist entscheidend

 

 

Die Frage nach der Dauer einer Bänderdehnung kann nicht pauschal beantwortet werden, da es einerseits auf die Schwere der Bänderzerrung ankommt und andererseits darauf, welches Band gedehnt wurde. Die Behandlung einer Kreuzbanddehnung unterscheidet sich von der des Außenbandes am Sprunggelenk. Eine Bänderdehnung des Fingergelenkes ist einfacher zu kurieren, da der Finger besser ruhiggestellt werden kann als die Beine, welche das ganze Körpergewicht tragen und immer in Bewegung sind. Während der Heilung einer Bänderdehnung des Sprung- oder Kniegelenkes sollte darauf geachtet werden, dass die Belastung möglichst minimal bleibt. Je geringer sie ist, desto schneller heilt das Band.

 


Das Training vorsichtig angehen


Die Bänder sind für die Stabilität und die Bewegungsführung der Gelenke zuständig. Bei einer Bänderdehnung wird das Gleichgewicht gestört und das betroffene Gelenk ist nicht mehr ausreichend geschützt. Die einheitliche Faserführung des Bandes wird zerstört und muss wiederhergestellt werden, damit das Band seine Funktion zu 100 Prozent erfüllen kann. Dazu braucht es je nach Schwere der Verletzung einige Tage bis einige Wochen Pause, bevor das Training wieder aufgenommen werden kann. Dabei ist zu beachten, dass der Impakt auf das Band am ersten Trainingstag leicht zu sein hat und erst im Laufe der Zeit gesteigert wird. So kann das Band gestärkt und für das regelmäßige Training gerüstet werden.

 

 

Auf die Körpersignale achten


Eine Faustregel besagt, dass ab dem Moment, in dem keine Schmerzen und keine Schwellung mehr vorhanden sind, die Belastung ganz langsam aufgebaut werden kann. Hier ist es wichtig, es wirklich langsam angehen zu lassen und auf den Körper zu hören. Sobald beim Aufbau der Schmerz wieder zunimmt oder eine Schwellung sichtbar wird, muss die Belastung sofort zurückgefahren werden. Es ist nicht ratsam, den Aufbau gewaltsam voranzutreiben, da hierbei immer noch ernste Verletzungen mit Spätfolgen entstehen können. Die vollständige Heilung der Bänderzerrung ist also absolut notwendig, bevor man dem Gelenk wieder die gewohnte Belastung zumutet. Sonst kehren die Schmerzen und die Schwellung zurück.

 


Gute Heilungschancen innerhalb von zwei Wochen


In vielen Fällen dauert die Heilung einer Bänderdehnung ungefähr zwei Wochen. Wenn das Gelenk korrekt mit Bandagen stabilisiert wird, muss die Belastung im Alltag nicht reduziert werden. Es ist jedoch nicht ratsam, während dieser Zeit sportlichen Aktivitäten nachzugehen, da es leicht zu einer erneuten Überdehnung der Bänder kommen kann. Nach diesen zwei Wochen sollte ein abschließender Arztbesuch zeigen, ob die Bänderdehnung wirklich ganz verheilt ist. Im Zweifelsfall ist es besser, noch ein wenig länger zu warten, bevor man wieder mit seinen sportlichen Aktivitäten beginnt. Auch nach dieser Zeitspanne ist im Sport Vorsicht geboten, da die Bänder zuerst wieder für die auszuübende Aktivität vorbereitet und gestärkt werden müssen. Der Aufbau sollte langsam und vorsichtig betrieben werden, damit sich die Bänder wieder an die gewohnte Belastung anpassen können.

 


Vor der Kräftigung muss die Heilung abgeschlossen sein


Fakt ist, dass Bänder nur sehr langsam heilen. Die Regenerationsphase nach einer Bänderzerrung braucht viel Zeit, während der die geringste Belastung die Heilungsfortschritte wieder zunichtemachen kann. Mit dem Kraftaufbau darf erst begonnen werden, wenn das Band abgeheilt ist. Dann geht es darum, das Band zu kräftigen, damit es das Gelenk sowohl während des Alltags als auch bei sportlichen Aktivitäten wieder in der gewohnten Weise stützt. Nur mit einem sorgfältigen Aufbau können neue Bänderdehnungen vermieden werden.